„Einfach Weiter Machen? Solidarität als Ankerpunkt“ 85. Jahrestagung der Gilde 13./14.-16.05.2026
13 Mai - 16 Mai
85. Jahrestagung der Gilde Soziale Arbeit 2026
„Einfach Weiter Machen? Solidarität als Ankerpunkt“
14. bis 16. Mai 2026 im Haus Neuland (Bielefeld)
Die aktuellen (welt)gesellschaftlichen Entwicklungen werden von vielen Menschen als
besorgniserregend und auch erschütternd empfunden. Was heißt es, unter diesen Vorzeichen
„weiterzumachen“ – in der beruflichen Arbeit, im persönlichen Leben, in der
Zivilgesellschaft? Geht das ‚einfach so‘? Müssen wir nicht etwas überdenken am
Bisherigen, über manches auch ganz neu nachdenken, nicht zuletzt aber: anders handeln?
Nichts an diesen Fragen ist „einfach“. Denn wir wissen in der Sozialen Arbeit auch um die
Notwendigkeit des Weitermachen-Könnens – um die Notwendigkeit ein Leben leben zu
können, Tag für Tag, auch um die Sehnsucht nach so etwas wie ‚Normalität‘.
Kinder spielen auch inmitten von Ruinen. Menschen gehen auch im Krieg ihrem Tagwerk
nach. Es muss gekocht, gewaschen und geputzt werden. Anvertraute Menschen müssen
gepflegt, versorgt und in ihren Entwicklungsschritten begleitet werden. Das gilt auch in
einer Armutssituation und inmitten von Gewalt. Doch was, wenn ein „einfach
weitermachen“ zur Abstumpfung führt, zum Nicht-Wissen-Wollen, zum Wegschauen, zum
Sich-Verschanzen in dem, was (angeblich) ‚schon immer so war‘? Und was, wenn die
Sehnsucht nach ‚Normalität‘ zur Normalisierung des Unmenschlichen führt – wo Unrecht
nicht mehr als solches empfunden wird, sondern nur noch Empörung erzeugt, wenn es die
‚eigene Gruppe‘ trifft, wenn es die sehr individuellen Interessen berührt? Was, wenn
darüber die Orientierung am gemeinsam Lebbaren, am Gemeinwohl, an Gerechtigkeit
verloren geht?
Berufsethische Selbstverpflichtungen in der Sozialen Arbeit weltweit lassen sich auf das
Bekenntnis zur unbedingten (Be-)Achtung der Menschenwürde, und vor allem auch auf
Solidarität beziehen. Die Jahrestagung 2026 will „Solidarität“ als starken Referenzpunkt in
der Sozialen Arbeit ausloten und reflektieren, der uns auch herausfordert – weil nicht immer
klar ist, wann wir mit wem, und auf welche Weise, solidarisch sein müssen und können.
Solidarität als „Ankerpunkt“ zu begreifen, bedeutet, sie als eine nicht gerade „einfache“,
aber entscheidende Verantwortung und Ausrichtung zu verstehen und vor allem auch: zu
praktizieren.
Mit der Jahrestagung 2026 setzen wir nicht zuletzt einen Prozess der kritischen Selbst-
Befragung fort: Wie zeigen sich die als problematisch wahrgenommenen gesellschaftlichen
Verhältnisse und Dynamiken auch im Denken und Handeln von Akteur_innen Sozialer
Arbeit, wie im Kontext der Gilde? Und was können und müssen wir tun, um daran
nachhaltig etwas zu verändern?
„Einfach Weiter Machen? Solidarität als Ankerpunkt“
14. bis 16. Mai 2026 im Haus Neuland (Bielefeld)
Die aktuellen (welt)gesellschaftlichen Entwicklungen werden von vielen Menschen als
besorgniserregend und auch erschütternd empfunden. Was heißt es, unter diesen Vorzeichen
„weiterzumachen“ – in der beruflichen Arbeit, im persönlichen Leben, in der
Zivilgesellschaft? Geht das ‚einfach so‘? Müssen wir nicht etwas überdenken am
Bisherigen, über manches auch ganz neu nachdenken, nicht zuletzt aber: anders handeln?
Nichts an diesen Fragen ist „einfach“. Denn wir wissen in der Sozialen Arbeit auch um die
Notwendigkeit des Weitermachen-Könnens – um die Notwendigkeit ein Leben leben zu
können, Tag für Tag, auch um die Sehnsucht nach so etwas wie ‚Normalität‘.
Kinder spielen auch inmitten von Ruinen. Menschen gehen auch im Krieg ihrem Tagwerk
nach. Es muss gekocht, gewaschen und geputzt werden. Anvertraute Menschen müssen
gepflegt, versorgt und in ihren Entwicklungsschritten begleitet werden. Das gilt auch in
einer Armutssituation und inmitten von Gewalt. Doch was, wenn ein „einfach
weitermachen“ zur Abstumpfung führt, zum Nicht-Wissen-Wollen, zum Wegschauen, zum
Sich-Verschanzen in dem, was (angeblich) ‚schon immer so war‘? Und was, wenn die
Sehnsucht nach ‚Normalität‘ zur Normalisierung des Unmenschlichen führt – wo Unrecht
nicht mehr als solches empfunden wird, sondern nur noch Empörung erzeugt, wenn es die
‚eigene Gruppe‘ trifft, wenn es die sehr individuellen Interessen berührt? Was, wenn
darüber die Orientierung am gemeinsam Lebbaren, am Gemeinwohl, an Gerechtigkeit
verloren geht?
Berufsethische Selbstverpflichtungen in der Sozialen Arbeit weltweit lassen sich auf das
Bekenntnis zur unbedingten (Be-)Achtung der Menschenwürde, und vor allem auch auf
Solidarität beziehen. Die Jahrestagung 2026 will „Solidarität“ als starken Referenzpunkt in
der Sozialen Arbeit ausloten und reflektieren, der uns auch herausfordert – weil nicht immer
klar ist, wann wir mit wem, und auf welche Weise, solidarisch sein müssen und können.
Solidarität als „Ankerpunkt“ zu begreifen, bedeutet, sie als eine nicht gerade „einfache“,
aber entscheidende Verantwortung und Ausrichtung zu verstehen und vor allem auch: zu
praktizieren.
Mit der Jahrestagung 2026 setzen wir nicht zuletzt einen Prozess der kritischen Selbst-
Befragung fort: Wie zeigen sich die als problematisch wahrgenommenen gesellschaftlichen
Verhältnisse und Dynamiken auch im Denken und Handeln von Akteur_innen Sozialer
Arbeit, wie im Kontext der Gilde? Und was können und müssen wir tun, um daran
nachhaltig etwas zu verändern?
Alle Informationen zum Tagungsprogramm, den Tagungspreisen und allem weiteren sind hier zu finden:
