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Kooperation zum Schutz des Kindeswohls Mittwoch, 02. Juni 2021, ab 13:00 Online-Fachgespräch

2 Juni @ 13:00 - 17:00

Die staatliche Verantwortung zum Schutz des Kindeswohls steht im Fokus wissenschaftlicher, öffentlicher und politischer Debatten. Anlass hierfür sind die Vorfälle schweren Kindesmissbrauchs in Lügde, Bergisch Gladbach oder Münster sowie die in der polizeilichen Kriminalstatistik ausgewiesenen steigenden Zahlen sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Hier sind verschiedene Behörden und Arbeitsfelder gefordert, denen im Kinderschutz Zuständigkeiten übertragen sind: Die Jugendämter als Teil der Kommunalverwaltungen, die Polizei, die zur Gefahrenabwehr eingreift, und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die als Mitarbeitende freier Träger mit hilfebedürftigen Familien und deren Kindern arbeiten.

Da diese Akteure mit verschiedenen Kompetenzen und Befugnissen in die staatliche Verantwortung zum Schutz des Kindeswohls eingebunden sind, ist eine Zusammenarbeit auf institutioneller und individueller Ebene notwendig, was aber zugleich die Abstimmung und Berücksichtigung verschiedener Arbeitsweisen erfordert. Diese kommen etwa in unterschiedlichen Rechtsgrundlagen, professionellen Selbstverständnissen und Auffassungen von Vertrauen und Hilfen im Rahmen beruflicher Aufgaben zum Ausdruck. Gerade solche Verschiedenheiten sind notwendig, um den Schutzbedürfnissen von Kindern gerecht werden zu können, führen jedoch möglicherweise auch zu Reibungen und Missverständnissen, was wiederum zu Verantwortungsdiffusionen und auch Sekundär- und Tertiärviktimisierungen führen kann.

Diese Tagung stellt vor diesem Hintergrund die Frage nach einer guten und respektvollen Arbeit in Netzwerken und Kooperationen, die dem Schutz des Kindeswohls dienlich ist. Die Sichtweise der von Verwahrlosung, Gewalt und Missbrauch bedrohten Kinder betont Lucie Tonn vom Kompetenzzentrum Kinderschutz NRW unter dem Titel Multidimensionaler Hilferuf! – Anforderungen an den multiprofessionellen Kinderschutz aus Sicht des Kindes. Unter der Überschrift Kinderschutz in gelebter Behördenkooperation geben KHK Marion Heyers von der Polizei Düsseldorf und Katja Lasch von der Stadt Düsseldorf einen Einblick in eine erprobte Praxis. Vom Standpunkt juristischer und soziologischer Forschung liefern Prof. Dr. Ruth Linssen und Prof. Dr. Kerstin Feldhoff die Analyse Vom Gelingen und Scheitern der Zusammenarbeit.

 

Zielgruppe
Angehörige der Polizei, der Jugendämter, der Zivilgesellschaft und der Sozialen Arbeit; Lehrende und Studierende der Polizei, des staatlichen und kommunalen Verwaltungsdienstes und der Sozialen Arbeit sowie alle weiteren Interessierten.

Weitere Infos: siehe Anhang und https://www.hspv.nrw.de/kalender/termine/kooperation-schutz-kindeswohl-2021

Teilnahme: Aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens wir die Veranstaltung voraussichtlich komplett online durchgeführt. Wir bitten daher um Anmeldung über folgende Adresse: veranstaltungen(at)hspv.nrw.de

Organisation
Prof. Dr. Bernhard Frevel
bernhard.frevel(at)hspv.nrw.de

Dr. Emanuel John
emanuel.john(at)hspv.nrw.de

 

Über Ihr Interessen an unserer Veranstaltung würden wir uns freuen.

Herzliche Grüße

Emanuel John

Dr. Emanuel John
Dozent für Ethik und Interkulturelle Kompetenz
Beauftragter für Menschenrechtsbildung
Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW
Abteilung Duisburg – Außenstelle Mülheim an der Ruhr
Dümptener Str. 45, 45476 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 0208/882503017 / Mobil: 0157 5042 7584
Raum: B3.1.20

Details

Datum:
2 Juni
Zeit:
13:00 - 17:00